Der südburgenländische Allerheiligenstriezel

Der südburgenländische Allerheiligenstriezel
Bild: Videk

Ob als Zeichen des Mitgefühls für die Armen, als Ausdruck der Liebe junger Burschen oder als Geschenk von der Goudl (=südburgenländisch für Taufpatin) überreicht. Zu Allerheiligen am 1. November werden bis heute, alte Brauchtümer wieder aufgelebt. Nicht ohne Grund! Denn wenn der zu einem Zopf geflochtene Hefeteig fluffig und locker wird, so sagt man, bringt das nächste Jahr Glück und Erfolg.

Wer nun mit Glück und Erfolg überschüttet werden möchte oder einfach mal wieder etwas richtig köstliches essen will, der probiert den südburgenländischen Allerheiligenstriezel einfach selber zu Hause aus. Wir haben jedenfalls das Geheimnis eines gelungenen Allerheiligenstriezels in einem Rezept festgehalten. Und der genießt sich am besten mit einer frischen Uhudlermarmelade.

Bevor es losgeht noch ein kleiner Tipp

  • Der Germteig braucht Wärme, damit er gehen kann. Halte deshalb alle Zutaten warum und vermeide Temperaturschwankungen.

Zutaten für 2 große Striezel

  • 1 kg Weizenmehl glatt
  • ½ Pkg. Butter (12,5 dag)
  • 700 ml Milch
  • 1 Germ
  • 16 dag Kristallzucker
  • 2 Pkg. Vanillezucker 
  • 4 Dotter 
  • 1 ½ TL Salz
  • 1 Zitrone
Zutaten
Bild: Videk

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 50 Grad vorheizen.
  2. Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen.
  3. Die Milch auf dem Herd erwärmen. Vorsicht: Die Milch darf dabei nicht zu heiß werden, sonst verliert die Germ seine Wirkung!
  4. Parallel die Butter am Herd zergehen lassen.
  5. Germ mit einer Prise Zucker und etwas warmer Milch verrühren, bis sich der Germ komplett aufgelöst hat. Zur Seite stellen und warten bis er stockt.
  6. Den Kristallzucker und die halbe geraspelte Schale der Zitrone zur Mehlmischung hinzugeben. 
  7. Die Butter mit den vier Dottern vermengen und ebenfalls zur Mehlmischung dazugeben.
  8. Nach und nach die restliche warme Milch während dem Verkneten hinzugießen. 
  9. Den Germteig mit etwas Mehl bestreuen, mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken und im vorgeheizten Ofen bis zur doppelten Größe aufgehen lassen.
  10. Rausnehmen,  einmal durchkneten und für ca. 20 Minuten nochmals im Backofen gehen lassen. 
  11. Den Germteig in 12 gleich große runde Stücke teilen. Für einen Striezel benötigst du 6 Stücke.
  12. Nun jedes Stücke mit leichtem Druck, auf einem bemehlten Brett zu einer länglichen Stange rollen. 
  13. Jeweils aus den 6 länglichen Strängen einen Zopf flechten.
  14. Den fertigen Zopf mit Ei bestreichen, Hagelzucker bestreuen und bei 120 Grad Ober- und Unterhitze in den Backofen geben. 
  15. Warten bis der Zopf ordentlich aufgeht und die Temperatur anschließend auf 180 Grad erhöhen bis er eine goldbraune Farbe bekommt. Die gesamte Backzeit beträgt ca. 45 Minuten.
Swipe

So bekommst auch du das Striezelflechten hin.

Südburgenländischer Striezel Flechtkurs
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